Der Weg vom Steuerberater zum Fachberater – die Fachberaterordnung

Ausgangspunkt zum Erwerb der Fachberaterbezeichnung ist zunächst die Qualifikation als Steuerberater. Der Kandidat für den Fachberater muss mindestens seit drei Jahren als Steuerberater bestellt sein. Die Fachberaterordnung, die am 1. Augsut 2007 in Kraft trat, regelt die Einzelheiten zum Erwerb der beiden durch die Bundessteuerberaterkammer verliehenen Fachbezeichnungen "Fachberater/-in für internationales Steuerrecht" und "Fachberater/-in für Zölle und Verbrauchsteuern".

Neben einer theoretischen Fortbildung im Umfang von mindestens 120 Stunden im Rahmen eines Fachlehrgangs muss der Kandidat auch besondere praktische Erfahrungen durch wenigstens 30 Fälle in seinem Spezialgebiet nachweisen. Im Anschluss an eine schriftliche Leistungskontrolle folgt schließlich noch ein Fachgespräch bei der Steuerberaterkammer, um seine besonderen Kenntnisse nachzuweisen. Die schriftliche Leistungskontrolle besteht aus drei Aufsichtsarbeiten von je mindestens vier Stunden Länge. Das Fachgespräch vor dem Ausschuss soll pro Antragsteller zwischen 45 und 60 Minuten dauern. Von einem Fachgespräch kann abgesehen werden, wenn der Ausschuss nach dem Gesamteindruck der vorgelegten Zeugnisse und schriftlichen Unterlagen auch ohne dies die entsprechende Qualifikation bestätigen kann.

Wer der Fachberaterbezeichnung erworben hat, müss jährlich eine einschlägige Fortbildung von mindestens zehn Stunden nachweisen, sei es als Dozent oder Zuhörer bei entsprechenden Fortbildungsveranstaltungen.

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