Tätigkeit als Syndikus-Steuerberater mit dem Beruf des Steuerberaters vereinbar

Der Bundesfinanzhof (BFH) hatte sich zum ersten Mal mit dem neuen Berufsbild des Syndikus-Steuerberaters auseinander zu setzen und entschied mit Urteil vom 9.8.2011, dass die Tätigkeit als Syndikus-Steuerberater auch als Nebentätigkeit zu einem Vollzeit-Angestelltenverhältnis als Steuerreferent bei einer AG ausgeübt werden kann.

Die Steuerberaterkammer hatte auf einer Arbeitgeber-Bescheinigung bestanden, wonach der Syndikus-Steuerberater jederzeit seinen Arbeitsplatz zur Wahrnehmung von Angelegenheiten seiner eigenen Kanzlei verlassen darf. Eine solche Freistellungsbescheinigung legte der Antragsteller, der die Wiederzulassung zum Steuerberaterberuf beantragte, nicht vor.

Der BFH war anderer Auffassung und bestätigte ausdrücklich die Berufsausübung als so genannter Feierabend-Steuerberater. Weiter führte er aus, dass die Pflicht zur unabhängigen und eigenverantwortlichen Berufsausübung durch die Vollzeittätigkeit als Syndikus nicht beeinträchtigt werde. Der Steuerberater muss seinem Mandanten nicht jederzeit und einschränkungslos zur Verfügung stehen; insoweit ergibt sich ein Unterschied zum Berufsbild des Rechtsanwalts.

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