Fachberater

Das Steuerberatungsgesetz räumt bereits seit 1996 der Bundessteuerberaterkammer die Möglichkeit ein, die Voraussetzungen zum Führen von Bezeichnungen festzulegen, „die auf besondere Kenntnisse bestimmter Steuerrechtsgebiete hinweisen". Erst 2007 beschloss die Satzungsversammlung der Steuerberaterkammer mit der Verabschiedung der Fachberaterordnung die Einführung von zwei Fachberaterbezeichnungen, und zwar des/der Fachberaters/-in für internationales Steuerrecht oder des/der Fachberaters/-in für Zölle und Verbrauchsteuern. Diese Fachberaterbezeichnungen dürfen als Zusatz zur Berufsbezeichnung Steuerberater/-in geführt werden.

Schon ein Jahr zuvor hatte der Deutsche Steuerberaterverband, der im Gegensatz zur öffentlich-rechtlichen Bundessteuerberaterkammer eine private Organisation ist, die Bezeichnung "Fachberater (DStV)" für bestimmte vereinbare Tätigkeiten i.S. des Steuerberatungsgesetzes eingeführt. Obwohl die Entscheidung zu einem Kompetenzgerangel mit der Bundessteuerberaterkammer führte,  einigte man sich letztlich darauf, dass die Fachberaterbezeichnungen des DStV nicht als Zusatz zur Berufsbezeichnung Steuerberater/-in geführt werden, doch sollte dies zu Werbezwecken in abgesetzter Form auf dem Briefpapier in der Seiten- oder Fußleiste zulässig sein.